Parodontitis

Hierbei handelt es sich um eine Entzündung des Zahnhalteapparates die über einen längeren Zeitraum zum Abbau des Knochens und somit zur Lockerung der Zähne führen kann. 

Wie kommt es dazu?

Allgemeine Erkrankungen, Medikamenteneinnahme, hormonelle Umstellungen, Ess- und Trinkgewohnheiten, Mundhygiene, chronischer Stress und ganz besonders das Rauchen beeinflussen die mikrobielle Zusammensetzung unserer Mundflora. Durch diese Faktoren kann das Gleichgewicht der in unserem Mund lebenden Bakterien außer Kontrolle geraten.

Wie sieht die Behandlung aus?

Zu Beginn wird eine Panorama Röntgenaufnahme angefertigt um die Diagnose der Parodontitis stellen zu können. Daran kann die weitere Behandlung geplant werden sowie eine Prognose über einzelne Zähne gegeben werden. Ins sehr fortgeschrittenen Fällen kann auch die Entfernung einzelner Zähne die sinnvollste Variante sein. All das wird individuell anhand Ihrer Lage gemeinsam besprochen. 

Lasertherapie

Hier handelt es sich um eine revolutionierende Behandlungsmethode. Sie ist schmerz- und nebenwirkungsfrei.

Nach erfolgter professioneller Mundhygiene, bei der alle erreichbaren Beläge und Zahnstein aus den tiefen Zahnfleischtaschen entfernt wurden, kommt der Laser zum Einsatz. Es wird ein Farbstoff eingebracht, der sich auf die verbliebenen Beläge und Keime im Bereich der Zahnfleischtaschen und Knocheneinbrüche setzt. Beim Auftreffen des Laserstrahls zerplatzen diese und es entsteht in Sekundenschnelle ein keimfreies Milieu In kurzer Zeit bildet sich wieder eine gesunde Taschenflora.

Entzündungen klingen rasch ab. Das Zahnfleisch kann sich wieder straff um Hals und Wurzel des Zahnes legen.

Der Vorteil:

In den allermeisten Fällen von schweren Zahnfleischentzündungen kann auf den Einsatz stark wirkender Antibiotika verzichtet werden. Man entkommt somit auch den Nebenwirkungen einer systemisch angewandten AB – Behandlung wie Übelkeit, Durchfälle, Schwindel...

  • Menschen, die häufig unter Fieberblasen und Aphten leiden, kann ebenfalls mit dem Laser geholfen werden. 
  • Sie sind meist schon nach einer Sitzung schmerzfrei.
  • Die Heilungsphase nach chirurgischen Eingriffen kann ebenfalls verkürzt werden und die Beschwerden nehmen schneller ab.
  • Der dauerhafte Behandlungserfolg ist gewährleistet bei konsequenter Mundhygiene und regelmäßiger zahnärztlicher Betreuung.
Die Kosten ergeben sich aus der Zahl der nötigen Sitzungen und dem Materialverbrauch. Sie können nach der Untersuchung und dem Studium der Röntgenbilder, spätestens aber nach der Messung der Zahnfleisch- und Knochentaschen abgeschätzt werden.

Keimbestimmung

Mit dem Test, der mittels Papierstreifen durchgeführt wird, werden 10 bzw. 20 verschiedene Parodontitis verursachende Markerkeime bestimmt. Das Keimspektrum liefert uns die Grundlage für den gezielten Einsatz eines Antibiotikums. Dieses wird systemisch in Tablettenform verabreicht und unterstützt den Erfolg der Parodontitisbehandlung.