festsitzende 
KFO

Mehr als die Hälfte der Kinder müssen wegen Zahnfehlstellungen kieferorthopädisch behandelt werden. Verantwortlich dafür sind Lutschen, Saugen an der Lippe, Mundatmung durch verlegte Atemwege, eine falsche Zungenlage oder falsches Schlucken. Die Zusammenarbeit zwischen HNO-Arzt, Logopäde und Kieferorthopäde versteht sich von selbst.
Wichtigste Voraussetzung für zwei harmonisch stehende Zahnbögen ist ein funktionierender Lippenschluss! Gerne stellen wir Verbindungen zu kompetenten und engagierten Kollegen her.

Im Bereich der Kieferorthopädie für Erwachsene stören besonders Zahnlücken, schiefstehende Zähne und falsche Bisslagen. Schöne, ebenmäßig stehende Zähne vermitteln Gesundheit, Vitalität, Jugend. Kieferorthopädische Hilfe kann man ein Leben lang in Anspruch nehmen – es muss nicht immer eine umfangreiche therapeutische Aktion stattfinden. Oft kann man auch mit kleinen Veränderungen optisch verblüffende Ergebnisse erzielen. Erwachsene lassen sich meist behandeln, um eine Verbesserung der Optik zu erzielen (dabei handelt es sich nur um kleine regulierende Behandlungen), zur Beseitigung von Zahnstellungen mit Lücken.

Weiters behandeln wir schmerzhafte Verspannungen der Gesichts- und Kaumuskulatur bei Fehlstellungen des Kiefers durch gekippte Zähne, ungünstig geneigte Kauebenen, einzelne überbelastete Zahngruppen und regulieren auch eng- oder schiefstehenden Zähnen und um das Karies- und Parodontoserisiko zu vermindern.


abnehmbare Zahnspange für Kinder

im Alter von ca. 8 Jahren über einen Behandlungszeitraum von 1 Jahr. Je nach Schweregrad mit entsprechender finanzieller Unterstützung Ihrer Krankenkassa.

festsitzende Zahnspange

mit Brackets über einen Behandlungszeitraum von ca. 1-3 Jahren. Je nach Schweregrad und Alter mit entsprechender finanzieller Unterstützung Ihrer Krankenkassa.

unsichtbare Zahnspange

... auch bekannt unter dem Namen Aligner, bei einfachen ''Fehlstellungen'', ästhetischen Korrekturen oder zur Behandlung nach Rezidiven.  (Privatleistung)

Sato Technik

Heute haben wir die Möglichkeit mit der von Univ. Prof. Sadao SATO (Universität Yokosuka/ JP) entwickelten MEAW - Technik (Multiloop - edgewise - archwire) problematische Fehlbisse und Verlagerungen konservativ, d.h. ohne Chirurgie, zu behandeln.

Sie ist besonders geeignet für:
  • Den frontoffenen Biss
  • Die Progenie = der verkehrte Überbiss
  • Die Rücklage
  • Kiefergelenksbeschwerden
  • Therapie von muskulären Verspannungen

Mit der von SATO entwickelten Behandlungsmethode werden dem Patienten individuell Bögen mit sog. „Loops“ (Schlaufen) angefertigt, in die Kippungen und Stufen eingearbeitet werden. Es besteht dadurch sowohl die Möglichkeit jeden einzelnen Zahn individuell zu versetzen als auch Einfluss auf die Neigung der Kauebene im Schädel durch Stufenbiegungen zu nehmen. Daraus ergibt sich die Möglichkeit die Lage der Kiefer zu einander zu korrigieren. Durch die individuelle Anpassung der Bögen wird in vielen Fällen eine kürzere Behandlungszeit erzielt.

Sato ging von der Theorie aus, dass ein Platzmangel im Zahnbogen wesentlich durch die Anlage von Weisheitszähnen verschärft wird, weil der Zahnbogen des heutigen Menschen für die im Laufe der Evolution immer noch gleiche Zahnzahl zu klein geworden ist. Es baut sich somit von den Backenzähnen ausgehend nach vorne im Laufe des Wachstums ein Engstand auf.

Müssen Zähne gezogen werden?

Die kleinen Backenzähne – Prämolaren - 4er werden nicht gezogen, da sie eine wichtige Rolle bei der Steuerung der Bewegung des Unterkiefers spielen und weil sie nicht Ursache des Engstandes sind. Sie helfen die Frontzähne über eine Stabilisierung des Unterkiefers zu entlasten und schützen diese somit vor verstärktem Abrieb.Außerdem würde es zu einer Einengung im Bereich der vorderen Mundhöhle kommen, was immer wieder zu Schluckbeschwerden, Sprachfehlern und verstärkt in späteren Jahren zu Kiefergelenksproblemen und muskulären Verspannungen führt.

SATO wies weiters nach, dass durch den Druck der Weisheitszähne davor liegende Zähne etwas aus dem Knochenfach herausgepresst werden (Squeeze-Out Effect), was über die entstehenden Vorkontakte beim Aufeinandertreffen der Zahnbögen zu einer Drehbewegung des Unterkiefers führt (vergleichbar mit der schaukelnden Bewegung einer Wippe). Die Folge: Je nach skelettalem Gesichtstyp wird sich der Biss vertiefen - Deckbiss - oder öffnen - frontoffener Biss.

Aus diesem Grund werden die Weisheitszähne oft frühzeitig entfernt, bevor sie eine Verlagerungen von Zähnen und ein Verschieben des Bisses hervor rufen.