Schnarchen

Dr. Andrea Somweber - Wahlzahnärztin in Bad Fischau

Prinzipiell muss zwischen dem prinzipiell harmlosen Schnarchen und der sog. Schlafapnoe unterschieden werden. Im Bereich des weichen Gaumens entstehen Turbulenzen, die das weiche Gewebe in Vibration versetzen können. Diese wird als Schnarchgeräusch hörbar.
Wenn die Atemwege ganz zusammenfallen erhöht sich der Atemwiderstand und es kommt zu Atempausen, die Schlafapnoe.

Mögliche Ursachen sind:

  • eine behinderte Nasenatmung
  • vergrößerte Mandeln
  • Übergewicht
  • Alkohol, Medikamente, Schlafmangel

Die Schlafapnoe bewirkt einen Abfall der Sauerstoffsättigung im Blut durch Atemaussetzer. Treten diese Aussetzer öfter als fünf Mal pro Stunde auf und dauern sie jeweils länger als 10 Sekunden sind Aufwachreaktionen die Folge. Dem Patienten sind die Probleme nicht bewusst, die Folge ist aber Tagesschläfrigkeit und hoher Blutdruck durch Daueraktivierung des sympathischen Nervensystems. Die obstruktive Schlafapnoe ist ein Risikofaktor für Kreislauferkrankungen, hohen Blutdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall.

Der Lungenfacharzt oder eine Übernachtung im Schlaflabor können eine Diagnose bringen. Daraus ergibt sich der Therapieansatz.

Therapieansatz

Bei der obstruktiven Schlafapnoe ist immer noch die Überdruckbeatmung in der Nacht, die vom Schlaflabor eingeleitet wird, der Standard. Dem Gefährdeten wird mit Hilfe eines Kompressors über eine Nasenmaske Atemluft zugeführt und auf diese Weise die Atemwege offen gehalten.

Von Seiten ausgebildeter Zahnmediziner kommt als Unterstützung bei Schlafapnoe oder bei reinem Schnarchen das Angebot spezielle Doppelplattenschienen anzufertigen, die vom Patienten in der Nacht getragen werden. Sie bestehen jeweils aus einer am oberen und unteren Zahnbogen aufgesetzten Schiene. Beide sind durch einen Steg locker mit einander in Verbindung. Der Mund kann völlig geschlossen werden, auch Seitschubbewegungen sind möglich. Ziel ist es den Unterkiefer nach vorne zu verlagern und so ein Zusammenfallen der Atemwege zu verhindern. Der Grad der Vorverlagerung kann vom Patienten selbst eingestellt werden. ( siehe Schienenbehandlung )

Der kundige Arzt entscheidet, ob der Patient für eine Schienenbehandlung geeignet ist.

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